Stadtpark


Allgemeines

Der Stadtpark Hamburg ist ein 148 ha großer öffentlicher Park im Stadtteil Winterhude im Bezirk Nord. Der 1914 eröffnete Park gilt als bedeutendes Beispiel für die Wandlung des deutschen Garten- und Landschaftsbaues vom Volksgarten zum Volkspark. Im Stadtpark gibt es ein Leichtathletik-Stadion (Jahnkampfbahn), acht weitere Sportplätze, fünf Spielplätze, zwei Flächen für Beach-Volleyball, ein Planschbecken für Kinder und einen Modellbootteich. An den Stadtparksee grenzt ein Freibad, es gibt ein Luft- und Sonnenbad, einen Grillplatz, einige Wiesen und Wiesenbereiche zum Spielen und Lagern sowie zwei Groß-Schachspiele. Das Planetarium Hamburg und mehrere Gastwirtschaften bieten Verpflegung und Unterhaltung im Stadtpark. Auf der Freilichtbühne finden in jedem Jahr Open-Air-Konzerte statt. Im Sommer ist der Biergarten „Schumachers“ sehr beliebt, der sich direkt am Freibad Stadtparksee befindet. Auf der "Liebesinsel" im See können Boote gemietet werden. 

      

Übersichtsplan mit Infos HIER (1,8 MB, Stadtpark-Verein)


Geschichte

Während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert war Hamburg stark gewachsen und viele Grünflächen innerhalb der Stadt waren bebaut worden. Daher beschlossen Senat und Bürgerschaft 1901 als Ausgleich den Ankauf des sogenannten Sierichschen Gehölzes und angrenzender Flächen und deren Ausbau zu einem Stadtpark. Eine Senatskommission wurde eingesetzt und 1908 ein öffentlicher Gestaltungswettbewerb durchgeführt, der aber kein zustimmungsfähiges Konzept erbrachte. Im Januar 1909 legte der Oberingenieur Sperber im Auftrag des Senates zwei Projekte vor, die - in Anlehnung an Ergebnisse des Wettbewerbs - eine landschaftlich-malerische und eine streng geometrische Variante darstellten. Im Juni 1909 wurde Professor Fritz Schumacher zum Leiter des Hochbauamtes berufen und im Januar 1910 der Bürgerschaft ein von Fritz Schumacher und Fritz Sperber gemeinsam entwickelter Entwurf vorgelegt.

       

Vier Jahre später konnte der Park eröffnet werden, bis zur Fertigstellung vergingen aber noch weitere vierzehn Jahre. Die Durchführung der Garten- und Landschaftsarbeiten lag dabei ab 1918 maßgeblich in der Hand von Hamburgs erstem Gartenbaudirektor Otto Linne. Im Zweiten Weltkrieg wurden im Stadtpark Flakstellungen aufgebaut, das Holz teilweise verheizt und vereinzelt Gemüse angebaut. Die meisten Gebäude des Stadtparks (u.a. die Stadthalle) wurden durch Bombenangriffe zerstört. Ein Zwangsarbeiterlager, das Stadtparklager Alsterdorf befand sich ungefähr an der Stelle des heutigen Polizeipräsidiums.

Nach dem Krieg gab es auf der Festwiese jahrelang Notunterkünfte. Einige Bereiche des Stadtparks wurden umgestaltet, die Reit- und Parkstraßen zurückgebaut, auf einen Wiederaufbau der zerstörten Gebäude wurde verzichtet. Bis zur Verabschiedung des Parkpflegewerkes für den Stadtpark 1995, das Leitlinien für die Pflege und Entwicklung des Parks enthält, wurden im wesentlichen nur Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. 2001 gründete sich zur Pflege und Entwicklung des Parks der Stadtparkverein e.V.. Für die Feierlichkeiten zum 100. geburtstag wird der Stadtpark komplett neu hergerichtet.


Planetarium Hamburg

Der Dresdner Architekt Oskar Menzel gewann 1908 einen Wettbewerb für den Bau eines großen Wasserturms im Stadtteil Winterhude. Dieser 78 m hohe Turm wurde von 1912–1915 unter der Regie von Fritz Schumacher erbaut und mitten im Ersten Weltkrieg in Betrieb genommen. Das Planetarium wurde am 30. April 1930 eröffnet. Kernstück des heutigen Museums ist eine Projektionskuppel mit 22 m Durchmesser, die größte ihrer Art in Mitteleuropa. Dort kann der Besucher Weltraumvergangenheit und -zukunft, Sonnen- und Mondfinsternisse, Nordlichter, Sternschnuppen und Raumfahrteffekte erleben. 2002/03 wurde das Planetarium in 15 Monaten umfangreich mit vielen technischen Neuerungen umgebaut. 

 


Kunst

Die Auflistung der Skulpturen im Stadtpark durch die Umweltbehörde umfasst 22 Kunstwerke. Die Skulpturen sind im ganzen Stadtpark verteilt und leider teilweise stark verwittert oder durch Vandalismus beschädigt. 

          

 

 

Den Beginn der Achse von der Hindenburgstraße zum Stadtparksee flankieren links und rechts je eine Muschelkalkskulptur einer gebeugten Frau. Dieses Gesamtwerk von 1927 von Georg Kolbe heißt „Badende Frauen (Paar)“. 
   
           

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„Knabe mit Fischen“, Oskar E. Ulmer, Bronze 1925

„Adam“, von Oscar E. Ulmer, Marmor 1933

„Eisbär II“ (Ludwig Kunstmann 1935)

     

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„Zentaure Triton“, Georg Wrba, Bronze 1912

„Diana + Hirschkuh“, Georg Wrba, Bronze 1910

„Eisbär I“ (Hans Martin Ruwoldt)

     

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„Pinguin−Brunnen“, August Gaul, Bronze 1912

„Diana mit Hunden“, 1911: Arthur Bock

„Weiblicher Akt“ (Albert Woebcke, Marmor 1930)


Stadtparkbad

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Stadtparksee

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Brücken und Gewässer am Stadtpark

 


Natur

Die Gehölze, Gebüsche und Uferböschungen beheimaten eine Vielzahl heimischer und zugewanderter Tier- und Pflanzenarten. Besonderheiten der Vogelwelt sind Habicht, Sperber, Waldohreule, Waldlaubsänger, Sommergoldhähnchen und Haubenmeise. Im nordöstlichen Teil sind einige Eichhörnchen beheimatet. Das Sierichschen Gehölz des Stadtparks umfasst 35 Hektar, die überwiegend mit langsam wachsenden, lichtbedürftigen Eichen bepflanzt sind. Im Jahr 2008 wurden in diesem Areal 300 Bäume (Ahorn, Spätblühende Traubenkirsche) gefällt. Als Ersatz wurden 1000 Eichen, Buchen, Ulmen und Linden nachgepflanzt.


Links / Veranstaltungen

www.open-r.de

Konzertbühne im Stadtpark / Programm

www.planetarium-hamburg.de

Webseiten des Planetariums

www.stadtparkverein.de

Verein zum Schutz des Parks

www.motorevival.de 

Oldtimerrennen / - ausstellung im Stadtpark (Nächster Termin: 03./04.09.2016)

www.hamburg-stadtpark.de

Private Webseite zum Stadtpark


Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia / Daten und Links ohne Gewähr (08.2016)