Wolfshagen im Harz - im 2.weltkrieg 

 

 


Alte fotos

1939 

1939 - Marsch zum Kriegerdenkmal am heldengedenktag

1941 Außendienstlager "Schwarzer Herzog"


Zeittafel

1933

Am 08.Februar überfällt eine Gruppe SA-Männer das Landschulheim in Wolfshagen und zerschlägt die Fenster. Im Laufe des Jahres erfolgen weitere Übergriffe im gesamten Langelsheimer Gebiet. In dem gebäude werden ca. 50 Männer untergebracht, die in den umliegenden Betrieben als Arbeiter eingesetzt wurden. Das sog. Arbeitsdienstlager hat die Bezeichung 2 / 344 und wird später unter dem Namen "Schwarzer Herzog" bekannt. Am 15.Dezember wird - nach der Machtergreifung von Adolf Hitler - bekannt gegeben, dass der Hitlergruß zu Beginn und zum Ende des Unterrichtes erfolgen muss. Der Schulrektor Meier wird zum NSDAP-Ortsgruppenleiter und gründet eine SA-Abteilung in Wolfshagen, die entsprechend gekleidet und auch ausgerüstet wurde (SA-Dolch, Lederkoppel, Hemden, Stiefel etc.). Die Jugendlichen aus Wolfshagen gingen im Bund Deutsche Mädchen (BDM) und in der Hitlerjugend (HJ) auf. Sie wurden in den Bereich Bad Gandersheim integriert.

1934

Am 25.August wird beschlossen, für die Volksschule ein Radio und entsprechende Lautsprecher anzuschaffen, damit jeder die übertragungen von nationalsozialistischen feiern verfolgen kann.

1935

Der Reichsarbeitsdienst wird als Pflichtdienst für junge Männer vor dem Wehrdienst eingeführt. Im sommer erreciht ein sonderzug mit kdf-Urlaubern ("kraft durch freude" den Bahnhof langelsheim. die urlauber werden mit pfedekutschen nach wolfshagen gebracht.

1937

Am 2.Juni findet eine erste Luftschutzübung statt. Lehrer werden ab diesem Zeitpunkt nur noch als berufskamerad bezeichnet. der harzklub-zweigverein wolfshagen wird als verein verboten und dem ns-kulturbund eingegliedert.

1939

Der Lehrer Ludwig Hundertmark wird am 22.August einberufen und kehrt erst 1946 nach seiner Gefangenschaft zurück.

1939

Am 1.September greift die Deutsche Wehrmacht das Nachbarland Polen an. Damit beginnt der 2.Weltkrieg.

1942

Die große Kirchenglocke wird - nach 1917 - zum zweiten mal für Kriegszwecke beschlagnahmt und eingeschmolzen.

1943

Am 2.februar kapitulieren die letzten Truppen der deutschen Wehrmacht bei stalingrad und gehen in Gefangenschaft. Vor 100.000 Soldaten kehren 10 Jahre später nur ca. 6000 nach Haus zurück.

bis 1945

Das Junkersheim in Wolfshagen wird Zufluchtsort für ca. 100 Jungen, die aus dem zerbombten großen Waisenhaus aus Braunschweig kommen. Durch Angriffe der Alliierten entstehen in Wolfshagen keine größeren Schäden.

1945

Am 13.Januar stürzt ein Bomber der Royal Air Force gegen 22.30 Uhr in der Nähe des Junkersheimes am großen Sülteberg ab. Der Bomber gehörte zu einem Verband der Auf dem Rückflug nach der Bombardierung Magdeburgs war. Die 8 Soldaten kommen ums Leben und werden auf dem Friedhof in Wolfshagen begraben. Nach dem Krieg werden die Leichen exhumiert und nach England überführt.

1945

Am 9.April verlangt der NSDAP-Gruppenleiter meier vom Volksturm, den Ort zu verteidigen. Dies erfolgt jedoch nicht. gegen 14 Uhr werden weiße Fahnen im Ort gehißt, die die kampflose Übergabe signalisieren sollen. Gegen 16 Uhr flieht Meier in die Wälder und wird später am Borberg gefangengenommen.

1945

Am 10.April verlassen alle Deutschen Soldaten den Ort und ziehen sich in Richtung Lautenthal zurück. Die Amerikanischen Panzereinheiten rücken im Tölletal aus Richtung Langelsheim auf Wolfshagen vor. Am Abend wird das Hotel "Zur Linde" als Quartier für ca. 70 Soldaten eingerichtet. An der langelsheimer Straße (Anm. Heute im Tölletal 20) wird ein Hauptquartier eingerichtet. In allen Bereichen stehen Panzer und andere Fahrzeuge. Das Gebäude des heutigen Kindergartens wurde als Kriegsgefangenenlager eingerichtet. In Wolfshagen abgestelltes oder zurückgelassenes Kriegsmaterial der Deutschen Wehrmacht wird von den Amerikanern übernommen und entfernt.

1945

Am 22.Mai wird der abgesetzte Bügermeister Heinrich Habig von den Amerikanern wieder ins Amt gesetzt, um eine Neuordnung zu beginnen. Auch ein Gemeinderat, ein gemeindediener und ein Nachtwächter werden benannt. im gesamten krieg sind 125 wolfshäger männer gefallen undweitere 55 werden vermisst.

1946

Aus den ehemaligen Ostgebieten kommen viele Vertriebene nach Wolfshagen. Viele kommen aus Schlesien, Pommern oder Ostpreußen.


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 Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen

Daten und Links ohne Gewähr (05.2018)